Wasserhärte in Reilingen

PLZ 68799 · Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg

21 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung Südkreis Mannheim

Website

Praktische Tipps bei 21 °dH

Spülmaschine

Bei 21 °dH in Reilingen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Reilingen liegt mit 21 °dH 5,1 °dH über dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Reilingen
21
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Reilingen liegt mit 21 °dH 6,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Reilingen
21
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Hockenheim 21,7 °dH hart
Neulußheim 20 °dH hart
St. Leon-Rot 18,9 °dH hart
Altlußheim 22 °dH hart
Waghäusel 20,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Reilingen

Zwischen dem Rhein und den sanften Niederungen der Schwetzinger Hardt liegt Reilingen auf jungen Sanden und kiesigen Ablagerungen, die der Rhein in früheren Zeiten hier abgelagert hat. Diese Schichten lassen Wasser zwar gut versickern, doch im Untergrund trifft es auf kalkreiches Material aus dem Oberrheingraben und auf mineralische Bestandteile, die das Grundwasser auf seinem Weg anreichern. Hinzu kommt der Einfluss der Auen von Rhein und Kraichbach, die den Untergrund immer wieder mit neuem Sickerwasser speisen. So sammelt sich hier kein weiches Quellwasser aus dem Schwarzwald, sondern ein deutlich härteres Grundwasser mit 21 °dH. Der Wert passt zu einem Ort, der am Rand der Oberrheinebene liegt und nicht im kristallinen Gebirge, sondern in einer von Kalk, Sand und Kies geprägten Tieflandschaft. Gegenüber Orten im Nordschwarzwald oder im Odenwald ist das Wasser damit klar mineralischer und spürbar kalkreicher; selbst in vielen Nachbargemeinden der Rheinebene schwanken die Werte je nach Brunnenstandort, Fördertiefe und geologischer Schicht deutlich. Das Trinkwasser für Reilingen stammt aus dem Netz des Zweckverbands Wasserversorgung Kurpfalz, der die Kommune über regionale Grundwasserfassungen versorgt. Gewonnen wird es aus Brunnen im Einzugsgebiet der Kurpfalz, vor allem aus tiefen Förderbrunnen in den grundwasserführenden Kies- und Sandschichten der Rheinebene. Dort wird das Rohwasser gefasst, aufbereitet und in das Verteilnetz eingespeist. Anders als Orte, die auf Talsperren oder Quellwasser aus dem Schwarzwald zurückgreifen, bezieht Reilingen sein Trinkwasser aus dem lokalen Untergrund der Rheinebene. Das macht die Herkunft sehr nah und die Zusammensetzung stark von den Böden vor Ort abhängig. Der Rhein gibt dem Gebiet den geologischen Rahmen, doch geliefert wird das Wasser von einem Versorger, der auf Grundwasser aus der Region setzt und damit die typische Zusammensetzung des Oberrheingrabens in die Leitungen bringt. Im Vergleich zu vielen Orten im badischen Bergland fällt Reilingen mit seinem harten Wasser deutlich auf. In Gemeinden mit Schwarzwaldzuflüssen oder Quellen aus kristallinem Gestein ist das Wasser oft weicher, weil dort weniger gelöste Mineralien aufgenommen werden. Reilingen dagegen liegt in einer Landschaft, in der die Lockersedimente des Rheins und die kalkhaltigen Bestandteile des Untergrunds das Wasser auf seinem Weg prägen. Auch innerhalb des Rhein-Neckar-Kreises zeigt sich das: Orte näher an den Flussauen oder an unterschiedlichen Grundwasserströmen können andere Härtewerte aufweisen, doch Reilingen bleibt klar im Bereich des harten Wassers. Wer hier aus dem Hahn trinkt, bekommt kein Bergwasser, sondern ein Produkt der Oberrheinebene, geformt von Kies, Sand und dem langen Lauf des Grundwassers unter der Rheinebene.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung Südkreis Mannheim

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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