Wasserhärte in Wendisch Rietz

PLZ 15864 · Oder-Spree, Brandenburg

14,6 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasser- und Abwasserzweckverband „Scharmützelsee-Storkow/Mark“

Website

Praktische Tipps bei 14,6 °dH

Spülmaschine

Bei 14,6 °dH in Wendisch Rietz: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Wendisch Rietz liegt mit 14,6 °dH 1,8 °dH unter dem Durchschnitt (16,4 °dH).

Wendisch Rietz
14,6
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Wendisch Rietz liegt mit 14,6 °dH genau im bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Wendisch Rietz
14,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Reichenwalde 17,3 °dH hart
Diensdorf-Radlow 14,6 °dH mittel
Storkow (Mark) 15,4 °dH hart
Bad Saarow 18,5 °dH hart
Tauche 13,8 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Wendisch Rietz

Unter Wendisch Rietz liegt Brandenburgs eiszeitlicher Untergrund fast wie ein aufgeschlagenes Archiv. Der Ort sitzt auf Sanden, Kiesen und Geschiebemergel, die das Inlandeis der letzten Kaltzeiten aus Skandinavien herangeschoben und beim Rückzug wieder sortiert hat. Kalkreiche Einschlüsse stammen aus dem Moränenmaterial, doch die mächtigen Sandlagen der glazialen Niederungen dominieren. Nördlich und östlich prägen die Dahme-Heideseen und die Spreeseen das Bild, dazu die feuchten Niederungen an der Scharmützelsee-Region. Genau diese Mischung aus sandigen, gut durchlässigen Böden und einzelnen mergeligen sowie kalkhaltigen Komponenten erklärt den mittleren Härtewert von 14,6 °dH: Das Wasser nimmt auf seinem Weg durch die quartären Schichten etwas Calcium und Magnesium auf, bleibt aber klar unter dem Härtebereich harter Kalkwässer aus stärker karbonatgeprägten Regionen. Flüsse und Seen liefern dabei nicht direkt das Trinkwasser, sie steuern aber die Grundwasserneubildung über die Landschaft, die den Ort umgibt. Das Trinkwasser kommt aus dem regionalen Grundwasser, das über tiefe Brunnen gefasst wird. Zuständig ist der Wasserverband Nordostbrandenburg, der die Versorgung im Landkreis Oder-Spree organisiert und das Rohwasser über Aufbereitung und Verteilung in den Ort bringt. Die Gewinnung erfolgt nicht aus einer Talsperre und nicht aus einer Fernleitung, sondern aus lokalen bis regionalen Brunnenfeldern im Grundwasserleiter der eiszeitlichen Sande. Typisch für diese Gegend sind mehrere wasserführende Schichten unter den Niederungen, die von dichten Geschiebemergeln überlagert werden und das Wasser in den tieferen Horizonten sammeln. So entsteht ein Versorgungswasser, das deutlich vom märkischen Sand geprägt ist, aber durch die moränischen Lagen einen mittleren Mineralgehalt mitbringt. Wendisch Rietz unterscheidet sich damit von vielen Orten im westlichen Brandenburg, wo das Wasser oft noch weicher aus sehr sandigen, kalkarmen Schichten stammt. Gegenüber Orten mit stärkerem Moränen- oder Grundmoränenanteil, etwa weiter Richtung Beeskow oder in Teilen der Seenlandschaft um Storkow, fällt die Härte hier etwas ausgewogener aus. Der Scharmützelsee und die umliegenden Niederungen sorgen für ein anderes hydrogeologisches Bild als die trockenen Hochflächen der Mark. Im Ergebnis steht am Südrand des Oder-Spree-Gebiets kein extrem hartes, aber auch kein sehr weiches Wasser, sondern ein mittlerer Wert, der direkt aus der eiszeitlichen Bauweise des Untergrunds kommt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasser- und Abwasserzweckverband „Scharmützelsee-Storkow/Mark“

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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