Wasserhärte in Bröthen

PLZ 21514 · Herzogtum Lauenburg, Schleswig-Holstein

13,4 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Kreis Herzogtum Lauenburg

Website

Praktische Tipps bei 13,4 °dH

Spülmaschine

Bei 13,4 °dH in Bröthen: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Schleswig-Holstein

Bröthen liegt mit 13,4 °dH genau im Durchschnitt (13,9 °dH).

Bröthen
13,4
Schleswig-Holst...
13,9

Vergleich mit Deutschland

Bröthen liegt mit 13,4 °dH 1,3 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Bröthen
13,4
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Fitzen 13,1 °dH mittel
Büchen 13,4 °dH mittel
Witzeeze 11,8 °dH mittel
Siebeneichen 13,4 °dH mittel
Langenlehsten 12,7 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Bröthen

Unter Bröthen liegt ein norddeutsches Eiszeitarchiv aus Sanden, Kiesen, Mergeln und Geschiebematerial der letzten Vergletscherungen. Der Untergrund im Herzogtum Lauenburg wurde nicht von Kalkfelsen geprägt, sondern von Gletschern aufgebaut, die aus Skandinavien Geschiebe herantrugen und beim Rückzug mächtige Lockersedimente hinterließen. Diese Schichten speichern Grundwasser in den sandigen Lagen, während tonige und mergelige Partien die Bewegung bremsen. Genau daraus entsteht die mittlere Wasserhärte von 13,4 °dH: Das Wasser nimmt auf seinem Weg durch die mineralreichen Eiszeitablagerungen Calcium und Magnesium auf, erreicht aber nicht die Härtewerte kalkreicher Kreide oder Muschelkalkgebiete. Die Nähe zu Niederungen und den abflussarmen Landschaften im Lauenburgischen sorgt zudem dafür, dass das Grundwasser lange im Boden bleibt und sich mit gelösten Mineralien anreichert. Das Trinkwasser kommt aus der regionalen Grundwassergewinnung des Zweckverbands Wasserversorgung Kreis Herzogtum Lauenburg. Versorgt wird Bröthen über das Netz des Wasserwerks Mölln, das sein Rohwasser aus Brunnen in den grundwasserführenden Sanden und Kiesen des Kreisgebiets fördert. Keine Talsperre, kein Fernwasser, sondern lokales Grundwasser aus den eiszeitlichen Schichten unter der Landschaft. Die Aufbereitung bleibt deshalb vergleichsweise schlicht. Das Rohwasser wird gefasst, aufbereitet und in das Leitungsnetz eingespeist, das auch die umliegenden Orte mitträgt. Die Härte von 13,4 °dH passt zu diesem Förderraum, in dem die Sedimente mineralischer sind als in reinen Sandgebieten, aber weit entfernt von den sehr kalkarmen Wassern der Geest oder von den stärker aufgesalzenen Küstenräumen. Bröthen liegt damit zwischen zwei Welten, die Schleswig-Holstein prägen. Gegenüber den nördlichen und westlichen Landesteilen mit oft weicherem Wasser aus sandigen Niederungen und Moorgebieten fällt das Wasser hier merklich mineralreicher aus. Zugleich bleibt es milder als in Orten, die näher an kalkhaltigen Gesteinsschichten oder an sehr langen Grundwasserfließwegen liegen. Im Landkreis Herzogtum Lauenburg zeigt sich dieser Wechsel besonders deutlich: Mölln, Büchen, Lauenburg und die kleinen Dörfer dazwischen teilen zwar die eiszeitliche Herkunft des Untergrunds, doch die Mischungsverhältnisse aus Sand, Mergel und Geschiebematerial schwanken von Ort zu Ort. Bröthen steht genau in diesem Übergangsraum. Darum liegt die Härte nicht am Rand, sondern in der Mitte des regionalen Spektrums.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Kreis Herzogtum Lauenburg

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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