Wasserhärte in Finkenthal

PLZ 17179 · Landkreis Rostock, Mecklenburg-Vorpommern

20,7 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Güstrow-Bützow-Sternberg

Website

Praktische Tipps bei 20,7 °dH

Spülmaschine

Bei 20,7 °dH in Finkenthal: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Mecklenburg-Vorpommern

Finkenthal liegt mit 20,7 °dH 2,9 °dH über dem Durchschnitt (17,8 °dH).

Finkenthal
20,7
Mecklenburg-Vor...
17,8

Vergleich mit Deutschland

Finkenthal liegt mit 20,7 °dH 6 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Finkenthal
20,7
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Altkalen 19 °dH hart
Gnoien, Warbelstadt 20,7 °dH hart
Dargun 20,8 °dH hart
Schwasdorf 20,9 °dH hart
Lelkendorf 20,9 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Finkenthal

Zwischen den flachen Endmoränenzügen des Landkreises Rostock und den feuchten Niederungen der Mecklenburgischen Seenplatte liegt Finkenthal in einer Landschaft, die Wasser nicht einfach nur sammelt, sondern durch sandige, teils lehmige Schichten langsam nach unten schickt. Unter solchen Böden bleibt Kalk aus Geschieben und eiszeitlichen Ablagerungen lange im Grundwasser zurück. Genau dort liegt der Grund für den hohen Härtewert von 20,7 °dH. Das Wasser nimmt auf seinem Weg durch die glazialen Sande, Geschiebemergel und kalkhaltigen Sedimente deutlich mehr Calcium und Magnesium auf als in den weiten Sandgebieten an der Ostseeküste oder in den sehr weichen Grundwässern der Seenlandschaften im Westen Mecklenburg-Vorpommerns. Flüsse wie die Warnow und ihre Nebenläufe prägen die Region zwar hydrologisch, doch das Trinkwasser für Finkenthal stammt nicht aus einem Flussbett, sondern aus tief gefassten Grundwasserleitern, die von der eiszeitlichen Formung des Untergrunds bestimmt werden. Das Wasser kommt aus örtlichen Grundwasserbrunnen des zuständigen Wasserversorgers im Netz des Zweckverbands Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Güstrow-Bützow-Sternberg, der im Landkreis Rostock viele kleine Orte über zusammenhängende Leitungsnetze versorgt. Gefördert wird aus geschützten Brunnenfeldern, gereinigt und ohne große Aufbereitung in das Ortsnetz gegeben. Oberflächenwasser aus Talsperren spielt hier keine Rolle; die Region lebt von Grundwasser aus tiefen Schichten, die unter den Ackerflächen und den alten Eisrandlagen liegen. Finkenthal fällt damit deutlich aus dem Rahmen vieler Nachbarorte im Land, in denen das Trinkwasser oft weicher ist und weniger Kalk aus dem Untergrund aufnimmt. Der Unterschied zeigt sich im direkten Vergleich zu Orten näher an den großen Seen und zu Teilen der Küstenebene, wo die geologischen Schichten sandiger und kalkärmer sind. Finkenthal steht also auf einem härteren, mineralisch geprägten Wasserfundament, das direkt aus der Landschaft des nordostdeutschen Jungmoränengebiets kommt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Güstrow-Bützow-Sternberg

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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