Wasserhärte in Haltern am See

PLZ 45721 · Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen

11,3 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Ruhrverband

Website

Praktische Tipps bei 11,3 °dH

Spülmaschine

Bei 11,3 °dH in Haltern am See: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Nordrhein-Westfalen

Haltern am See liegt mit 11,3 °dH 3,1 °dH unter dem Durchschnitt (14,4 °dH).

Haltern am See
11,3
Nordrhein-Westf...
14,4

Vergleich mit Deutschland

Haltern am See liegt mit 11,3 °dH 3,4 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Haltern am See
11,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Marl 10,3 °dH mittel
Dülmen 9,4 °dH mittel
Oer-Erkenschwick 10,2 °dH mittel
Recklinghausen 10,7 °dH mittel
Reken 13,4 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Haltern am See

Unter Haltern am See liegt ein Bodenarchiv aus Sand, Kies, Mergel und eiszeitlichen Ablagerungen. Der Ort sitzt am Nordrand des Münsterlandes, dort, wo die Emscher-Landschwelle und die Randterrassen der Lippe aufeinander treffen. Spuren der letzten Kaltzeiten haben hier Lockersedimente hinterlassen, darüber liegen Sande der Niederterrassen und örtlich kalkige und mergelige Schichten aus der Kreide. Diese Schichten speichern Regenwasser unterschiedlich gut und lassen es teils schnell, teils gebremst versickern. Genau daraus ergibt sich der mittlere Härtewert von 11,3 °dH: Das Grundwasser nimmt unterwegs Calcium und Magnesium aus den kalk- und mergelhaltigen Lagen auf, bleibt aber wegen der sandigen, durchlässigen Deckschichten deutlich weicher als in vielen Orten mit reinem Kalkuntergrund. Die Lippe und ihre Auen, dazu die sandigen Böden Richtung Hohen Mark, prägen den mineralischen Charakter stärker als der reine Kreideuntergrund allein. Das Trinkwasser stammt aus dem Wasserwerk Haltern des Ruhrverbands. Gefördert wird es aus dem Halterner Gewinnungsgebiet mit mehreren Grundwasserbrunnen im Umfeld von Haltern am See, ergänzt durch die Aufbereitung von Rohwasser aus der nahe gelegenen Talsperren- und Lippewasserlandschaft, die der Ruhrverband seit Jahrzehnten für die Versorgung im westlichen Münsterland nutzt. Das Wasser wird im Werk Haltern gefiltert und aufbereitet, bevor es in das Netz der Stadt gelangt. Gerade diese Nähe zu den Grundwasserfeldern an der Lippe und zu den gespeicherten Wasserreserven der Halterner Seen macht die Versorgung ortsnah und eigenständig. Haltern am See steht damit zwischen zwei Wasserwelten. Nach Süden und Westen, Richtung Marl, Herten und Recklinghausen, ist das Wasser im Ruhrgebietsraum oft stärker vom großräumigen Verbund und von härteren Mischungen aus verschiedenen Quellen geprägt. Nach Norden und Osten, etwa Richtung Dülmen und Olfen, bleiben die Werte ebenfalls eher im mittleren Bereich, doch Haltern fällt durch die Verbindung von sandigen Niederterrassen, Kreidemergel und den lokalen Grundwasserbrunnen des Ruhrverbands besonders auf. Im Vergleich zu vielen Städten in Nordrhein-Westfalen, wo Kalksteinzüge oder stark mineralisierte Tiefengrundwässer höhere Härten erzeugen, liegt Haltern am See spürbar im mittleren Feld. Der Ort verdankt das seinem Untergrund aus Sand und Mergel und der gezielten Nutzung des Halterner Wasserwerks, das diese geologischen Spuren in sauberes Trinkwasser übersetzt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Ruhrverband

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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