Wasserhärte in Herborn

PLZ 35745 · Lahn-Dill-Kreis, Hessen

7,6 °dH
weich
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Stadtwerke Herborn GmbH

Website

Praktische Tipps bei 7,6 °dH

Spülmaschine

Bei 7,6 °dH in Herborn reicht Stufe 1 (weich). Weniger Klarspüler und Regeneriersalz nötig. Entkalkung alle 6 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der niedrigsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Kein Enthärter nötig.

Wasserkocher

Entkalkung alle 2-3 Monate ausreichend. Wenig Kalkablagerung zu erwarten.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 1 einstellen. Entkalkung nach Herstellerangabe, ca. alle 3-6 Monate.

Aquarium

Ideal für Weichwasser-Fische wie Neons, Diskus und die meisten Salmler. Für Malawi-Cichliden zu weich.

Zimmerpflanzen

Weiches Wasser vertragen die meisten Pflanzen gut, besonders Orchideen, Azaleen und Farne. Leitungswasser direkt verwenden.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung grundsätzlich geeignet. Lassen Sie das Wasser vor der Verwendung kurz ablaufen, bis es kühl aus der Leitung kommt. Ein Wasserfilter ist bei dieser Härte nicht nötig.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Hessen

Herborn liegt mit 7,6 °dH 8,1 °dH unter dem Durchschnitt (15,7 °dH).

Herborn
7,6
Hessen
15,7

Vergleich mit Deutschland

Herborn liegt mit 7,6 °dH 7,1 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Herborn
7,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Sinn 9,5 °dH mittel
Mittenaar 11,3 °dH mittel
Dillenburg, Oranienstadt 16 °dH hart
Greifenstein 8,4 °dH mittel
Breitscheid 6,7 °dH weich

Wissenswertes über das Wasser in Herborn

Zwischen Dilltal, Kallenbachtal und den bewaldeten Höhen des Westerwaldes sammelt sich in Herborn ein Wasser, das auf seinem Weg durch den Untergrund nur wenig Kalk aufnimmt. Die umliegenden Schiefer-, Grauwacke- und Basaltgesteine der Lahn-Dill-Region geben deutlich weniger Härtebildner ab als Muschelkalk oder Kreide. Auch die Flüsse Dill und ihre Nebenbäche prägen das Bild: Sie schneiden Täler, speisen aber vor allem oberflächennahe Schichten, während der eigentliche Vorrat in geschützten Quellen und Tiefbrunnen im Einzugsgebiet bleibt. So landet Herborn bei 7,6 °dH, also im weichen Bereich, weil das Wasser aus silikatischen, eher kalkarmen Gesteinen stammt und nicht aus stark karbonathaltigen Schichten. Das Trinkwasser kommt über die Herborner Versorgungsanlagen aus regionalen Quellen und Brunnen im Lahn-Dill-Kreis. Zuständig ist die Stadtwerke Herborn GmbH, die das Wasser aus dem eigenen Netz und aus angeschlossenen Gewinnungsanlagen im Umland bezieht. Entscheidend sind kleinere Quellfassungen und Tiefbrunnen im Einzugsgebiet der Stadt, nicht eine große Talsperre mit weit entferntem Wasser. Dadurch bleibt der Charakter des Wassers eng an die örtliche Geologie gebunden. Herborn bezieht sein Trinkwasser also direkt aus der Landschaft, die es umgibt: aus dem Wechsel von Talgrund, Waldhängen und den wasserführenden Klüften im Fels. Gegenüber manchen Orten im Lahn-Dill-Kreis wirkt Herborn damit etwas weicher und mineralärmer. In benachbarten Lagen mit stärker kalkführenden Schichten, etwa in Richtung Lahnraum oder auf Muschelkalkzügen, fällt die Härte oft höher aus. Auch im Vergleich zu vielen hessischen Regionen mit härterem Wasser aus kalkreichen Grundwasserleitern steht Herborn günstiger da. Die Lage am Übergang von Westerwald und Dilltal schafft ein Wasserbild, das weniger von gelöstem Kalk und mehr von den kargen, kristallinen und schieferigen Gesteinen bestimmt wird. Genau darin liegt der örtliche Unterschied: Herborn trinkt Landschaft, nicht Kalkstein.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Herborn GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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