Wasserhärte in Selent

PLZ 24238 · Plön, Schleswig-Holstein

17,1 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserbeschaffungsverband Panker-Giekau

Website

Praktische Tipps bei 17,1 °dH

Spülmaschine

Bei 17,1 °dH in Selent: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Schleswig-Holstein

Selent liegt mit 17,1 °dH 3,2 °dH über dem Durchschnitt (13,9 °dH).

Selent
17,1
Schleswig-Holst...
13,9

Vergleich mit Deutschland

Selent liegt mit 17,1 °dH 2,4 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Selent
17,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Martensrade 18,1 °dH hart
Lammershagen 18,6 °dH hart
Fargau-Pratjau 18,9 °dH hart
Mucheln 18,1 °dH hart
Giekau 18,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Selent

22,7 °dH — was steckt dahinter? Selent liegt im hügeligen Moränenland des Kreises Plön, mitten in einer Landschaft, die von der letzten Eiszeit geformt wurde. Unter den Feldern liegen eiszeitliche Sande, Kiese und kräftige Geschiebelehme, dazu vielerorts kalkhaltige Ablagerungen aus dem norddeutschen Untergrund. Regenwasser sickert durch diese Schichten, löst dabei Calcium und Magnesium und sammelt sich in den Grundwasserleitern. Südlich und östlich prägen kleine Niederungen und Seen das Bild, darunter die Schwentine-Region mit ihren Zuflüssen und Stillgewässern; an den Gesteinen und Böden dieser Grundwasserneubildungsgebiete hängt der harte Charakter des Wassers. Selent steht damit klar auf der härteren Seite, weil das Wasser nicht aus weichem Oberflächenwasser stammt, sondern aus mineralreichen Brunnen im eiszeitlich geprägten Untergrund. Das Trinkwasser kommt aus dem regionalen Netz des Wasserbeschaffungsverbands Panker-Giekau. Der Verband gewinnt das Wasser aus Tiefbrunnen im Verbandsgebiet und speist damit die angeschlossenen Orte, zu denen auch Selent gehört. Eine Talsperre gibt es hier nicht, auch keine Fernwasserzufuhr aus dem Süden; entscheidend sind lokale Grundwasserfassungen, die in den sandig-kiesigen Schichten des Holsteiner Hügellands liegen. Genau dort nimmt das Wasser die Mineralien auf, die den Härtewert nach oben ziehen. Das macht Selent deutlich anders als Orte an der Küste oder in Teilen der Marsch, wo oft weicheres Wasser gefördert wird und Kalk im Alltag weit weniger präsent ist. Im Vergleich zu Nachbarorten im Kreis Plön wirkt Selent deshalb mineralischer und spürbar härter. Richtung Kiel und an vielen Stellen der Ostseeküste finden sich je nach Versorgungsgebiet niedrigere Härtebereiche, während das Binnenland zwischen Selent, Fargau-Pratjau, Giekau und den Höhenzügen des Naturraums stärker vom kalkreichen Geschiebemergel geprägt ist. Auch gegenüber dem Nordwesten Schleswig-Holsteins fällt der Unterschied auf: Dort dominieren stellenweise weichere Grundwässer aus sandigen, arm an Kalk ausgewaschenen Schichten. Selent bleibt dagegen ein typischer Ort des östlichen Hügellands, in dem Eiszeit, Bodenaufbau und Grundwasser zusammen den harten Trinkwassercharakter formen.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserbeschaffungsverband Panker-Giekau

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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