Wasserhärte in Walluf

PLZ 65396 · Rheingau-Taunus-Kreis, Hessen

20 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Gemeindewerke Walluf GmbH

Website

Praktische Tipps bei 20 °dH

Spülmaschine

Bei 20 °dH in Walluf: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Hessen

Walluf liegt mit 20 °dH 4,3 °dH über dem Durchschnitt (15,7 °dH).

Walluf
20
Hessen
15,7

Vergleich mit Deutschland

Walluf liegt mit 20 °dH 5,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Walluf
20
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Budenheim 19 °dH hart
Eltville am Rhein 19,6 °dH hart
Kiedrich 17,8 °dH hart
Wiesbaden 18 °dH hart
Schlangenbad 18,9 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Walluf

Walluf liegt am Südrand des Rheingaus und fällt beim Trinkwasser sofort aus dem hessischen Mittel heraus: 20 °dH sind deutlich härter als der Durchschnitt vieler hessischer Orte. Der Grund sitzt buchstäblich im Untergrund. Zwischen Rhein, Taunushang und den löss- und kalkhaltigen Schichten des Rheingaus sickert Niederschlagswasser durch Gesteine und Sedimente, die viel Calcium und Magnesium abgeben. Dazu kommt der geologische Gegensatz zwischen dem Rheintal mit seinen jungen Ablagerungen und den härteren Schichten des nahen Taunus. Das Wasser nimmt auf seinem Weg Mineralien auf und kommt deshalb in Walluf spürbar kalkreicher an als in Orten mit weicherem Quell- oder Talsperrenwasser. Auch die Nähe zum Rhein prägt die Region, denn der Fluss und seine Nebentäler formen die Grundwasserleiter, aus denen im Rheingau seit jeher Trinkwasser gewonnen wird. So erklärt sich, warum Walluf deutlich härter versorgt wird als viele Gemeinden im hessischen Bergland oder in Mittelhessen, wo Quellwasser aus dem Buntsandstein oft weicher ausfällt. Das Trinkwasser stammt hier aus der kommunalen Versorgung der Gemeinde Walluf, die über das Netz des örtlichen Versorgers gespeist wird. Zuständig ist die Gemeindewerke Walluf GmbH, die das Wasser aus eigenen Gewinnungsanlagen und aus Verbundbezügen im Rheingau bezieht. Typisch für den Ort sind Grundwasserbrunnen und Brunnen im Umfeld der Wallufer und rheinnahen Niederterrassen, ergänzt durch regionale Einspeisung aus dem Verbundgebiet des Rheingaus. Talsperren spielen im direkten Bezug von Walluf keine prägende Rolle; entscheidend sind die lokalen und regionalen Brunnen, die das mineralreiche Wasser aus den Schichten zwischen Rhein und Taunus fördern. Die Lage am Übergang von Oestrich-Winkel im Westen und Schierstein im Osten macht Walluf damit zu einem Versorgungsraum, der geologisch eng mit dem Rheingau verbunden ist und nicht mit weicheren Fernwasserquellen aus anderen Teilen Hessens. Im Vergleich zu den Nachbarorten wirkt Walluf deshalb besonders kalkbetont. Richtung Wiesbaden und in Teilen des Main-Taunus-Gebiets wird Wasser teils aus anderen Mischsystemen bezogen, oft mit niedrigerer Härte. Im Rheingau selbst bleibt das Wasser aber vielerorts ähnlich mineralisch, weil die gleichen geologischen Strukturen wirken: Rheinschotter, Lössdecken, kalkführende Ablagerungen und der Einfluss des Taunusrandes. Walluf steht damit zwischen zwei Welten. Nicht so weich wie viele Quellen aus dem hessischen Mittelgebirge, nicht so extrem wie manche rein quellgespeisten Orte, sondern klar vom Rheingauer Untergrund geprägt. Wer hier den Wasserwert betrachtet, sieht direkt die Landschaft mit: Flussnähe, Hanglage, Sedimente und Grundwasser aus einem Boden, der Mineralien nicht zurückhält, sondern an das Trinkwasser weitergibt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Gemeindewerke Walluf GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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