Wasserhärte in Oberkirn

PLZ 55624 · Birkenfeld, Rheinland-Pfalz

11 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung der Birkenfelder Landgemeinden

Website

Praktische Tipps bei 11 °dH

Spülmaschine

Bei 11 °dH in Oberkirn: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Oberkirn liegt mit 11 °dH 2,3 °dH unter dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Oberkirn
11
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Oberkirn liegt mit 11 °dH 3,7 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Oberkirn
11
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Hausen 10,1 °dH mittel
Lindenschied 12,3 °dH mittel
Sohrschied 10,7 °dH mittel
Schwerbach 10,7 °dH mittel
Rhaunen 10,1 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Oberkirn

Unter Oberkirn liegt das alte Schieferland des Hunsrücks. Dunkle Tonschiefer, Quarzite und sandige Verwitterungsdecken prägen den Untergrund; Kalk spielt hier kaum eine Rolle. Diese Gesteine stammen aus dem Devon, als sich am Rand eines uralten Meeres feine Sedimente ablagerten und später unter Druck zu festem Schiefer verpresst wurden. Verwitterung und der hohe Niederschlag im Hunsrück lösen daraus nur wenig Mineralien. Darum erreicht das Trinkwasser mit 11 °dH einen mittleren Härtewert und bleibt deutlich unter den Werten kalkreicher Gebiete in Rheinland-Pfalz, wo Muschelkalk und Löss den Wasserhärtegrad oft nach oben treiben. Auch die tief eingeschnittenen Bäche des Birkenfelder Landes, die zum Nahe-System entwässern, prägen das Wasser eher durch raschen Abfluss als durch starke Anreicherung mit Calcium und Magnesium. Oberkirn bezieht sein Trinkwasser aus dem Netz des Zweckverbands Wasserversorgung der Birkenfelder Landgemeinden, der Quell- und Brunnenfassungen im Hunsrück nutzt und das Wasser über das regionale Leitungsnetz verteilt. Die Versorgungsanlagen sitzen in den wasserreichen Hochlagen des Landkreises Birkenfeld, wo Niederschläge in den Schieferklüften versickern und als kühle, klare Quellen wieder austreten. Gerade diese Quellgebiete liefern Wasser, das von Natur aus nur mäßig mineralisiert ist. Der Härtewert von 11 °dH passt deshalb zu einem Versorgungsraum, der von Wald, Höhenrücken und schmalen Bachtälern bestimmt wird, nicht von Kalkstöcken oder großen Flussauen mit hartem Grundwasser. Im Vergleich zu vielen Orten an Mosel, Saar oder in den kalkgeprägten Randlagen von Rheinland-Pfalz wirkt Oberkirn geologisch nüchterner und wasserwirtschaftlich ruhiger. Nachbarorte im Hunsrück teilen zwar den schieferreichen Untergrund, doch je nach Lage zu einzelnen Quellen, Brunnen und Leitungsabschnitten schwankt die Härte leicht. Oberkirn liegt damit typischerweise in der mittleren Zone des Landkreises Birkenfeld: nicht weich wie manche Höhenquellen im Nordhunsrück, aber auch nicht hart wie Wasser aus kalkreichen Becken und Talrändern. Der Ort lebt damit aus dem Wasser seiner eigenen Hunsrücklandschaft, geprägt von Schiefer, Quarz und Regen, nicht von Kalkstein oder tiefen Mineralgrundwasservorräten.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung der Birkenfelder Landgemeinden

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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